Kroatien: Russischer Bischof bei Gedenkveranstaltung in Kroatien

Der russische Erzbischof Antonij (Sevrjuk) von Wien und Budapest, der zugleich Leiter der Abteilung für ausländische Organisationen des Moskauer Patriarchats ist, hat die Stadt Ilok im Osten Kroatiens besucht, um an der Einweihung eines restaurierten Denkmals teilzunehmen. Das Mahnmal ist den Soldaten und Offizieren der Roten Armee gewidmet, die im Herbst 1944 im Kampf gegen Truppen der Nationalsozialisten und der kroatischen faschistischen Ustaša in der Region gefallen sind.

Vor der Einweihung am 8. Mai 2018 leitete Erzbischof Antonij einen Gedenkgottesdienst für die Umgekommenen. Gegenüber Journalisten sagte er, die Erinnerung an die Soldaten, die ihr Leben für die Freiheit gegeben hätten, bleibe solange bestehen, wie sie sich in „unseren Gebeten, unseren Gedanken, Gefühlen und konkreten Handlungen ausdrückt“. Die Einweihung des erneuerten Denkmals in Ilok sei eben ein solcher „zutiefst symbolischer“ Akt, der zur Bewahrung des historischen Gedächtnisses diene.

Die Restaurierung des Denkmals und Erneuerung des umgebenden Parks wurde von der russischen Botschaft in Kroatien finanziert. Bei der Einweihung bedankte sich der russische Botschafter Anvar Azimov bei der Administration der Stadt Ilok dafür, dass sie sich um die gemeinsame Geschichte kümmere. An der Feier nahmen rund 500 Personen teil, darunter Vertreter der Stadt Ilok und Kroatiens, russische, kasachische, aserbaidschanische und serbische Diplomaten sowie Repräsentanten der Zivilgesellschaft.

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