Russland: Neue Räume des Evangelisch-Lutherischen Theologischen Seminars

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Am 18. April 2021 wurden in St. Petersburg, im Kirchenzentrum St. Peter und Paul am Nevskij Prospekt, die neuen Räumlichkeiten des Evangelisch-Lutherischen Theologischen Seminars durch den Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands, Dietrich Brauer, eingeweiht. Die meisten Seminarräume befinden sich im Nordanbau der Kathedrale und sind nach Personen benannt, die mit der Geschichte des russischen Luthertums und der Geschichte des Theologischen Seminars verbunden sind. Der Kleine Saal des Seminars ist nach der Dichterin Julia Hausman benannt, der Autorin des bekannten Chorals „So nimm denn meine Hände“. Eine kleine Kapelle ist Arthur Malmgren gewidmet, dem Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Sowjetunion von 1924 bis 1936 und Rektor der theologischen Kurse in Petrograd in den 1920er Jahren. Der Lesesaal im ersten Stock der Kathedrale trägt den Namen von Georg Kretschmar, dem ersten Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der Ukraine, Kasachstan und Zentralasien, der bei dem Aufbau des Seminars eine wichtige Rolle spielte.

Seit seiner Gründung 1997 hatte sich das Theologische Seminar in einem Gebäudekomplex in Novosaratovka in der Nähe von St. Petersburg befunden. Von dem Umzug des Seminars ins Zentrum von St. Petersburg erhofft sich die Kirche neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Bildungseinrichtung. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit zwei theologischen Hochschulen, deren Vertreter Pater Konstantin Perederij, Rektor des höheren Katholischen Theologischen Seminars, und Valerij Alikin, Rektor der Christlichen Universität St. Petersburg, ebenfalls an der Einweihung teilnahmen. Zum Abschluss der Feierlichkeiten hielt der Rektor des Seminars, Anton Tichomirow, einen Vortrag über Martin Luther, der sich vor 500 Jahren, am 18. April 1521 auf dem Reichstag zu Worms verteidigt hatte. Der Vortrag war die erste Vorlesung in den neuen Räumen des Seminars und eine Art symbolischer Neuanfang für die theologische Ausbildung an diesem Ort. (Quelle: www.gustav-adolf-werk.de, 20. April 2021)

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