Slowakei: Bischof: "Arrogante" Kritik aus der Kirche am Papst "schmerzt"

Eine allgemeine „Krise des Gehorsams“ auch in der Kirche hat Bischof Vladimir Fekete bei der diesjährigen slowakischen Nationalwallfahrt im Marienheiligtum Šaštín beklagt. Manche Eltern wagten es nicht mehr, ihre Kinder „zur Unterordnung unter Regeln zu erziehen“, sagte der Salesianerbischof am 15. September vor rund 30‘000 Gläubigen aus dem In- und Ausland und der gesamten versammelten slowakischen Staatsspitze. Aber auch vielen Geistlichen fehle es an Gehorsam gegenüber ihrem Vorgesetzten und an Bescheidenheit, mahnte der Apostolische Präfekt von Aserbaidschan. So sei es nicht weniger schmerzvoll, „Zeuge der stolzen und arroganten Verurteilung des Heiligen Vaters zu sein“, nahm Fekete auf aktuelle Debatten in der Kirche Bezug.

Wenn die Welt Papst Franziskus angreife, sei dies normal, so der Bischof. Woher aber, so frage er sich, bezögen „einige Priester und Bischöfe die Berechtigung, seine Worte und Taten zu kritisieren?“ Gerade die in Šaštín verehrte Statue der Schmerzhaften Muttergottes („Mater Dolorosa“) sei ein Vorbild an Demut, erinnerte der 64-jährige, aus der Slowakei stammende Fekete in seiner Predigt beim zentralen Gottesdienst der traditionellen Groß-Wallfahrt. Hauptzelebrant der Messe war der Vorsitzende der Slowakischen Bischofskonferenz, der Pressburger Erzbischof Stanislav Zvolenský.

An der Nationalwallfahrt nahmen sowohl Staatspräsidentin Zuzana Čaputová als auch Ministerpräsident Peter Pellegrini und Parlamentspräsident Andrej Danko teil. (Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)