Slowakei: Neue Ordenskonferenz trennt nicht mehr nach Geschlecht

In der Slowakei haben die bisherige Konferenz der Ordensoberen sowie die Konferenz der Oberinnen der Frauenorden ihre Tätigkeit mit Jahresende 2018 beendet. Seit dem 1. Januar sind die Konferenzen der männlichen und der weiblichen Ordensoberen in der neuen Konferenz der Ordensoberen zusammengeschlossen. Die erste Sitzung findet am 30. Januar in Bratislava statt. Bei ihr werden für eine Amtsperiode von drei Jahren der oder die Vorsitzende, Stellvertretende Vorsitzende sowie sechs Konsultorinnen und Konsultoren gewählt.

Die Initiative zur Gründung des gemeinsamen Dachverbands war von den Orden selbst ausgegangen, wobei man einem internationalen Trend folgte. Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitungen wurde der Zusammenschluss durch ein Dekret der vatikanischen Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gemeinschaften des apostolischen Lebens vom 1. Januar 2019 rechtskräftig.

Janka Kurkinová, bisher Vorsitzende der Konferenz der Oberinnen der Frauenorden, unterstrich im katholischen Radio Lumen das "Zeugnis der Einheit, was auch zur Vertiefung der Identität des geweihten Lebens in der heutigen Realität und zur noch größeren und wirksameren Ergänzung in der gemeinsamen Sendung in Kirche und Gesellschaft" beitragen könne. Die Salesianerin unterstrich, dass bereits das dreiundzwanzigjährige Wirken der Konferenz der Oberinnen Früchte getragen habe. Man wisse jetzt mehr voneinander und könne "gemeinsam den Reichtum der verschiedenen Charismen einbringen für die Menschen, denen wir uns widmen".

Der Redemptorist Václav Hypius betonte, jeder Orden sei selbständig, habe seine Leitung, seine Struktur, seine Sendung, zugleich aber mache jeder Orden doch dasselbe. Deshalb sei es gut zusammenzuarbeiten, denn es müssten "nicht alle alles machen". (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)