Slowakei: Älteste Diözese Ostmitteleuropas erhält wieder einen Weihbischof

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Die älteste Diözese Ostmitteleuropas, die Diözese Nitra, erhält nach knapp einem Jahrzehnt Pause wieder einen Weihbischof. Papst Franziskus ernannte am Freitag den 48-jährigen Peter Beno zum Auxiliarbischof in der seit 2005 von Bischof Viliam Judák (63) geleiteten slowakischen Diözese. Beno war bisher Pfarrer und Rektor des Diözesanheiligtums der Heiligen Andreas (Andrej) Svorad und Benedikt (Benadik) in Skalka nad Váhom. Er spricht neben Slowakisch fließend Deutsch und Russisch. Der bisher letzte Weihbischof in der im 9. Jahrhundert begründeten Diözese Nitra war Marián Chovanec (63), der seit 2012 als Diözesanbischof von Banská Bystrica amtiert.

Der neu ernannte Weihbischof Beno wurde am 2. September 1972 in Bánovce nad Bebravou in eine katholische Familie geboren. Gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester wuchs er in Prusy, einer Teilgemeinde der Pfarre Bánovce, auf. Nach der Matura trat er 1990 in den ersten Jahrgang des damals neu eröffneten Priesterseminars in Nitra ein. Die Priesterweihe empfing er am 14. September 1996 aus den Händen des damaligen Diözesanbischofs Kardinal Ján Korec (1924–2015).

Danach sammelte Beno pastorale Erfahrung, zunächst als Kaplan in Púchov (1996–1997) und Administrator der Pfarre Nesluša (1997–2002), danach als Präfekt des Priesterseminars in Nitra und Beauftragter für die Berufungspastoral (2002–2008). Es folgte ein Einsatz als Assistent des Theologischen Instituts in Nitra (2002–2008), bevor Beno erneut in der Pfarrseelorge in Soblahov (2008–2014) wirkte. 2014 wechselte der Pfarrer nach Skalka nad Váhom, 2016 wurde er auch Rektor des dortigen Diözesanheiligtums. Zusätzlich amtierte er seit 2018 als Dechant des Dekanats Trenčín.

In einer ersten Reaktion auf seine Bischofsernennung erklärte Beno gegenüber dem Pressebüro der Slowakischen Bischofskonferenz, er habe „in seiner gegenwärtigen Lebensphase keine derartige Veränderung erwartet, schon gar nicht eine derart radikale“. Er wisse, dass das Bischofsamt „nicht die Erfüllung einer persönlichen Sehnsucht“ darstelle, wie dies vor seiner Priesterweihe der Fall gewesen sei, vielmehr gehe es jetzt um die „freie Annahme des Kreuzes für den Rest meines Lebens“. Er sei „kein außergewöhnlicher und vollkommener Mensch, sondern schwach und sündhaft“, vertraue aber auf Gottes Gnade und auf die Fürsprache der beiden heiligen Eremiten von Skalka. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

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