Ungarn: Freude über Papstreise nach Budapest im September

. : Ungarn

Große Freude gibt es in Ungarn über die bestätigte Papstreise zum Eucharistischen Weltkongress in Budapest. „Wir sind überzeugt, dass die Reise des Heiligen Vaters für uns alle und für die künftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Eucharistischen Kongresses Ermutigung und spirituelle Erneuerung mit sich bringt“, teilten der Budapester Erzbischof Peter KardinalErdő und der Vorsitzende der Ungarischen Bischofskonferenz, András Veres, in einer ersten kurzen offiziellen Erklärung mit. Die Visite „kann uns allen Trost und Hoffnung in diesen schwierigen Zeiten geben“, sagte Erdő zudem der staatlichen Nachrichtenagentur MTI.

Franziskus hatte die Reise am 8. März bei der üblichen Pressekonferenz auf dem Rückflug aus Bagdad nach seinem Irak-Besuch angekündigt. Er wolle in Budapest die Abschlussmesse des Weltkongresses feiern, sagte der Papst, der zugleich betonte, dass kein offizieller Staatsbesuch in Ungarn geplant sei.

Budapests linksliberaler Bürgermeister Gergely Karácsony schrieb in einem Facebook-Post, es sei „eine Freude und eine Ehre“, dass Franziskus die Stadt besuche. Man könne vom Papst nicht nur über den Glauben und die Menschlichkeit lernen, fügte Karácsony mit Blick auf die päpstlichen Schreiben zu Klima- und Umweltschutz hinzu.

Budapest wird von 5. bis 12. September zum zweiten Mal nach 1938 Gastgeber des alle vier bis fünf Jahre stattfindenden Internationalen Eucharistischen Kongresses sein. Die von der katholischen Kirche organisierte Großveranstaltung soll das Verständnis und die Verehrung des Sakraments der Heiligen Eucharistie in der Orts- und Weltkirche fördern und vertiefen. Die Schlussmesse des Weltkongresses, der Pandemie-bedingt von 2020 auf 2021 verschobenen werden musste, findet nach derzeitigem Programm am 12. September auf dem Heldenplatz der ungarischen Metropole statt. Als einziger Papst hat bisher Johannes Paul II. (1978–2005) 1991 und 1996 Ungarn besucht.

Freudige Reaktionen löste das Pressegespräch von Papst Franziskus auch in der Slowakei aus, stellte er doch neben dem Budapest-Besuch auch eine Visite in der nahen Slowakei in Aussicht. Budapest sei nur zwei Autostunden von Bratislava entfernt. „Warum nicht einen Besuch bei den Slowaken machen?“, fragte Franziskus.

Die slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová erklärte in einer ersten Reaktion nach Bekanntwerden der Papstworte, sie freue sich sehr, „dass wir den Heiligen Vater in der Slowakei werden begrüßen können“. Der Besuch des Papstes werde „gewiss ein Symbol der Hoffnung sein, die wir so sehr brauchen“.

Die Präsidentschaftskanzlei in Bratislava bestätigte, dass Franziskus das Staatsoberhaupt von seiner Absicht informiert habe, in die Slowakei zu kommen. Čaputová hatte erst im Dezember den Vatikan besucht. Nach der Begegnung mit dem Papst teilte sie damals mit, Franziskus habe „aufrichtiges Interesse“ gezeigt, der Einladung Folge zu leisten.

Der Vorsitzende der Slowakischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislav Zvolenský von Bratislava, erklärte, er freue sich „über die Worte des Heiligen Vaters“. Weitere Informationen über einen Besuch des Papstes habe man vorerst nicht. Der Vorsitzende des griechisch-katholischen Hierarchenrats, der Prešover Erzbischof und jesuitische Ordensbruder des Papstes, Ján Babjak sagte, er hege „in einer Ecke seines Herzens die Hoffnung, dass Franziskus auch Zeit für eine Begegnung mit den Katholiken des östlichen Ritus“ finden werde. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

Drucken