Griechenland: Athos-Mönche gegen Kompromiss im Makedonien-Namensstreit

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Die Mönche vom Berg Athos lehnen den Kompromiss im Namensstreit um die Republik Makedonien ab. Die Regierungschefs aus Athen und Skopje hatten sich Mitte Juni darauf geeinigt, dass der Staat, der international noch als "Frühere Jugoslawische Republik Makedonien" firmiert, künftig Nord-Makedonien heißen soll. Die "Hiera Synaxis", der die Äbte aller 20 Athos-Klöster angehören, äußerte ihre "Trauer und Sorge" über die Einigung bezüglich des Namens der "Nachbarrepublik Skopje" - so wird das Land in der Erklärung durchgängig bezeichnet, wie die Wiener Stiftung "Pro Oriente" berichtet. Die griechische Regierung dürfe die "vom Volk abgelehnte" Übereinkunft der Ministerpräsidenten Alexis Tsipras und Zoran Zaev nicht akzeptieren. Die Mönche vom Athos als "Hüter der spirituellen und kulturellen Tradition" wiederum könnten nicht akzeptieren, dass einer Sprache und einem Volk die makedonische Identität zugeschrieben wird, die keine Beziehung zum ursprünglichen griechischen makedonischen Dialekt und zur griechischen Herkunft der antiken Makedonier hätten.

In ihrer Erklärung betont die "Hiera Synaxis", dass der Athos für die Einheit aller orthodoxen Christen, für die Überwindung der Schismen, für den Frieden und für die Vermeidung der "Entstehung von Zentren des Fanatismus und des religiösen und ethnischen Hasses" eintrete. Es sei wünschenswert, den Namensstreit zu überwinden und volle Beziehungen wiederherzustellen; es sei aber nicht zu akzeptieren, dass die Lösung dieses großen nationalen Problems durch "improvisierte, undurchsichtige und übereilte Vorgänge" gesucht werde, besonders wenn dabei Positionen eingenommen würden, die der akademischen Wahrheit und der historischen Realität in einer Weise widersprächen, "die das nationale Bewusstsein des griechischen Volkes beleidigt".

Gemäß der Vereinbarung von Tsipras und Zaev soll im Herbst in Makedonien eine Volksabstimmung über den neuen Landesnamen stattfinden. In Griechenland ist dagegen keine Volksabstimmung geplant. Nach zuletzt etwa von der Tageszeitung "Ekathimerini" veröffentlichten Umfragen lehnen aber bis zu zwei Drittel der Griechen den vorgesehenen neuen Namen des Nachbarlandes ab. Auch Verteidigungsminister Panos Kammenos, Chef der Partei ANEL - des Juniorpartners in der Regierung Tsipras -, kritisierte die Vereinbarung. (© 2016 KNA. Alle Rechte vorbehalten.)

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