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Ungarn: Katholische Bischöfe gratulieren Magyar

23. April 2026

Ungarische Kirchenspitzen haben Oppositionsführer Péter Magyar zu dessen Sieg bei der Parlamentswahl gratuliert. Die katholische Ungarische Bischofskonferenz strebe eine „konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit“ mit der jeweiligen ungarischen Regierung an. Das gelte auch für eine künftige Regierung von Magyars Partei Tisza, zitierte das Nachrichten-Portal Telex (17. April) laut Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA) aus einer Stellungnahme der Kirchenvertreter. Der Bischofskonferenz-Vorsitzende János Székely habe dies auch in einem Glückwunschschreiben an Magyar zum Ausdruck gebracht.

Auch die Spitze der evangelisch-lutherischen Kirche, nach Katholiken und Evangelisch-reformierten drittgrößte Kirche in Ungarn, versicherte in einer Stellungnahme auf Telex-Anfrage, dass man der Zusammenarbeit mit der neuen Regierung „mit Freude und Zuversicht“ entgegensehe. Ziel der lutherischen Kirche in Ungarn sei ein „berechenbares und faires Verhältnis“ zu allen Regierungen des Landes, hieß es auch hier.

Die katholische Kirche war während des Wahlkampfs wiederholt wegen vermeintlicher Nähe zur Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán in die Kritik geraten. Trotz einer Weisung der Bischofskonferenz, sich nicht in parteipolitische Angelegenheiten einzumischen, hatten sich etliche Priester positiv über die gegenwärtige Regierung geäußert.

Für Aufsehen sorgte darüber hinaus die diesjährige Fastenbotschaft der Bischöfe, in der diese auch bildhaft die Gräuel des Ukrainekriegs beschrieben. Oppositionelle wollen darin Orbáns umstrittene Kriegsrhetorik im Wahlkampf wiedererkannt haben. Der Bischofskonferenz-Vorsitzende Székely wies dies zurück. Das Hirtenwort sei nicht parteipolitisch motiviert. Berichten zufolge weigerten sich aber etliche Geistliche, den Brief in Kirchen vollständig oder überhaupt vorzulesen. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)