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Nachrichtendienst östliche Kirchen

Fünf Jahre nach den Massenprotesten gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen in Belarus blicken Natallia Vasilevich und Ingo Petz auf die Ereignisse zurück und schildern kirchliche und gesellschaftliche Entwicklungen seither.

Die Ukrainische Orthodoxe Kirche steht unter großem Druck und leidet an einem schlechten Image. Andriy Fert stellt die Ergebnisse seiner Studie vor, die die Stimmung, Meinungen und Befürchtungen ihrer Mitglieder untersuchte.

News

02. Juli 2026
Die Bulgarische Orthodoxe Kirche hat die angekündigte Blockade der neuen Regierung des Landes von EU-Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kirill begrüßt. Gegenüber der bulgarischen Nachrichtenagentur BGNES erklärte Patriarch Daniil, dass Bulgariens Widerstand gegen Sanktionen der richtige Kurs sei. „Dies ist zweifellos ein mutiger Schritt, und wir glauben nicht, dass Sanktionen gegen das Oberhaupt einer lokalen orthodoxen Kirche das Interesse und die Wirkung erzielen, die sich diejenigen…
02. Juli 2026
Einige Geistliche und Laien der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK) haben sich an den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios gewandt und um die Einrichtung von Gemeinden gebeten, die direkt dem Patriarchat von Konstantinopel unterstehen. Diese könnten als vorübergehende „spirituelle Brücke“ fungieren, sie seien keine Alternative zu einer vereinten orthodoxen Kirche in der Ukraine, sondern ein Weg zur Vereinigung ohne Angst und neue Spaltungen. In ihrem Brief anerkennen die Verfasser die Entsc…
02. Juli 2026
Die „Humanitäre Mission“ des Moskauer Patriarchats hat ein Buch veröffentlicht, das Geistliche und kirchliche Mitarbeiter bei der Begleitung von Kriegsveteranen und deren Familien unterstützen soll. Das am 16. Juni präsentierte Buch „Rückkehr. Geistliche und praktische Aspekte der Unterstützung von Teilnehmenden an der militärischen Spezialoperation und ihrer Familien. Hilfsmittel für Geistliche der Russischen Orthodoxen Kirche“ wurde von Diakon Igor Kulikov, dem Direktor der „Humanitären Missi…
02. Juli 2026
Das Erzbistum der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK) in Frankreich, das aus dem Erzbistum der Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa entstanden ist, ist mit seiner Situation unzufrieden. 2023 hatte es dem russischen Patriarchen Kirill drei Kandidaten für Vikarbischöfe vorgelegt, von denen nur einer, Iguman Augustine (Macbeth), bestätigt und im Dezember 2025 als Vikarbischof für Großbritannien und Skandinavien geweiht wurde. Auf die anderen beiden Vorschläge hat der Patriarch laut dem Erzb…
02. Juli 2026
In der Nähe von Jerewan lässt der Geschäftsmann Gagik Tsarukian eine gigantische Jesusstatue bauen. Die Vollendung des Monuments ist für 2027 geplant, nachdem es beim umstrittenen Projekt zu Verzögerungen gekommen war – ursprünglich hätte es 2025 abgeschlossen sein sollen. Mit 101 m Höhe würde das Monument die Jesusstatue in Rio de Janeiro, die 38 m groß ist, deutlich überragen. Auch die Freiheitsstaute in New York, die 93 m misst, wäre kleiner. Aufgrund des Standorts auf dem Gipfel des 2500 m…
02. Juli 2026
In diesem Jahr werden in Polen 196 neue Priester geweiht, davon 130 Diözesan- und 66 Ordenspriester. Das bedeutet einen systematischen Rückgang, denn 2024 wurden noch 235 und 2013 sogar 401 Priester geweiht. Diese Daten hat die polnische katholische Nachrichtenagentur KAI aus diversen kirchlichen Quellen zusammengetragen. Zum Teil hängt der Rückgang damit zusammen, dass einige Priesterseminare ein zusätzliches propädeutisches siebtes Ausbildungsjahr eingeführt haben, während dessen der Kandida…

HINTERGRUND

Der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radev hat angekündigt, EU-Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kirill zu blockieren. Nicanor Mishcoff erläutert die Hintergründe dieser symbolträchtigen Entscheidung, bei der sich die Regierung der Bulgarischen Orthodoxen Kirche bedient.

In Slowenien tritt der Rechtspopulist Janez Janša seine vierte Amtszeit als Ministerpräsident an. Der Soziologe Srečo Dragoš kritisiert, dass auch die katholische Kirche zur innergesellschaftlichen Polarisierung beiträgt.

Im April wurden zwei der verehrtesten Gottesmutterikonen in Russland aus der staatlichen Tretjakov-Galerie, wo sie professionell konserviert waren, in die Christ-Erlöser-Kathedrale gebracht. Sergei Chapnin erklärt das zugrundeliegende Muster und kritisiert den Umgang mit den historischen Werken. 

Der ukrainische Theologe Sergij Bortnyk schildert, wie er als Gläubiger und Dozent an der Theologischen Akademie in Kyjiw die Fastenzeit im fünften Jahr der russischen Großinvasion erlebt. 

DOSSIER

Gesammelte NÖK-Meldungen über die Situation und das Handeln der Kirchen im dritten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

pdfDer Krieg gegen die Ukraine und die Kirchen - 3. Kriegsjahr

Die Situation und das Handeln der Kirchen im zweiten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

pdfDer Krieg gegen die Ukraine und die Kirchen - 2. Kriegsjahr

PUBLIKATIONEN

Coverbild: RGOW 6/2025: Faszination und Instrumentalisierung. Sport und seine gesellschaftlichen Dimensionen

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA gehört zu den größten Sportevents weltweit. Sport fasziniert, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Alltagskultur und beeinflusst zahlreiche gesellschaftliche Bereiche. Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass Sport von politischer Seite in Anspruch genommen wird. So spielt Kampfsport in Russland als Mittel der außenpolitischen Soft Power eine wichtige Rolle. Über Posten in zahlreichen internationalen Sportverbänden übt Russland aber weit darüber hinaus Einfluss in der Sportwelt aus. Für den abgewählten ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán war Fußball ein wichtiges politisches Instrument. Fußball kann allerdings nicht nur den Mächtigen dienen: Zu Sowjetzeiten war Fußball in der Ukraine eine der wenigen Möglichkeiten, nationale Zugehörigkeit zu leben. 

Coverbild: Review of Ecumenical Studies Vol. 17, 3 (2025): Sakralisierung des Kriegs

Der am 24. Februar 2022 erfolgte völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine und die damit verbundene Legitimierung dieses Krieges durch das Moskauer Patriarchat haben zu einer Tagung Anlass gegeben, die am 11./12. Oktober 2024 an der Universität Göttingen stattfand und dem Thema „Sakralisierung des Krieges“ gewidmet war. Eine Auswahl von Beiträgen dieser Tagung ist in der vorliegenden Ausgabe versammelt. Sie nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen historischen Perspektiven, zeigen aktuelle Entwicklungen auf und fragen nach den ökumenischen Konsequenzen.

Open Access

HINWEISE

Wie kann eine hierarchisch episkopal geprägte Kirche so erneuert werden, dass sie die Berufung aller Gläubigen ernst nimmt und aus der gemeinsamen Taufe lebt? 

22. Juni 2026, 19:00 - 21:15 Uhr
online via Zoom