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Nachrichtendienst östliche Kirchen

Fünf Jahre nach den Massenprotesten gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen in Belarus blicken Natallia Vasilevich und Ingo Petz auf die Ereignisse zurück und schildern kirchliche und gesellschaftliche Entwicklungen seither.

Die Ukrainische Orthodoxe Kirche steht unter großem Druck und leidet an einem schlechten Image. Andriy Fert stellt die Ergebnisse seiner Studie vor, die die Stimmung, Meinungen und Befürchtungen ihrer Mitglieder untersuchte.

News

09. April 2026
Der Hl. Synod der Georgischen Orthodoxen Kirche (GOK) hat an seiner Sitzung am 3. April erste Schritte zur Planung der Wahl des neuen Patriarchen unternommen. Metropolit Schio (Mujiri), der Locum tenens, den der verstorbene Patriarch Ilia II. bereits 2017 eingesetzt hatte, stellte laut veröffentlichtem Sitzungsprotokoll das provisorische Vorgehen vor. Dazu gehörten die Wahlregeln, Verfahrensfragen zur Einberufung des erweiterten Rats der GOK und die Bildung mehrerer Kommissionen, um ein „faires…
09. April 2026
Das russische Justizministerium hat am 27. März sein Register „ausländischer Agenten“ aktualisiert und dabei das Projekt „Christen gegen Krieg“ hinzugefügt. Die christliche Antikriegsinitiative war nach der russischen Großinvasion in die Ukraine 2022 von der belarusischen christlichen Aktivistengruppe „Christliche Vision“ gegründet worden. Als Beteiligte des Projekts werden im Agentenregister Dmitrij Kornejenko und Natallia Vasilevich genannt. Das Justizministerium wirft der Gruppe die Verbrei…
09. April 2026
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj hat einen Waffenstillstand über die Osterfeiertage vorgeschlagen. Sein Land sei zu jeder Art von Waffenstillstand bereit, ob vollständig oder in Bezug auf die Energieversorgung oder hinsichtlich Energie und Lebensmittelsicherheit, er hänge nur von Russland ab. Natürlich wären Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand und ein Ende des Kriegs besser, aber die Ukraine sei zu Kompromissen bereit, außer zu Kompromissen bezüglich ihrer Staatswürde…
09. April 2026
Der Belgrader Fußballclub Crvena Zvezda (Roter Stern) ist von der UEFA nach seinem Spiel am 26. Februar gegen Lille mit einer hohen Geldstrafe belegt worden. Das Kontroll-, Ethik- und Disziplinarorgan der UEFA listete in den Entscheidungen seines Treffens vom 25. März 2026 eine Reihe von Verstößen des serbischen Fußballclubs und seiner Fans auf. So betreffen 17‘000 Euro das Zünden von Feuerwerk, 10‘500 Euro sind die Buße für das „Werfen von Gegenständen“, 28‘000 Euro betreffen das Blockieren vo…
09. April 2026
Das tschechische Verfassungsgericht hat Teile des Grundlagenvertrags zwischen dem tschechischen Staat und dem Vatikan als verfassungswidrig erklärt. Mit der Entscheidung vom 1. April kann das Konkordat nicht in Kraft treten, wobei ihm dazu auch die Unterschrift des Präsidenten fehlt. Von den beiden Parlamentskammern war der Vertrag, der im Oktober 2024 vom damaligen Ministerpräsidenten Petr Fiala und dem vatikanischen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnet worden war, gebilligt wor…
09. April 2026
Zwei der verehrtesten Gottesmutterikonen Russlands sind von der staatlichen Tretjakov-Galerie an die Russische Orthodoxe Kirche (ROK) übergeben worden. Sie wurden am 3. April in die Christerlöser-Kathedrale in Moskau transportiert und sind nun dort aufgestellt. Die Ikonen bleiben im Besitz des Museums, sie wurden der Kirche für 49 Jahre zur unentgeltlichen Nutzung überlassen. Bei den beiden Ikonen handelt es sich um die Gottesmutter von Wladimir und die Gottesmutter vom Don, die beide im Mittel…

HINTERGRUND

Der ukrainische Theologe Sergij Bortnyk schildert, wie er als Gläubiger und Dozent an der Theologischen Akademie in Kyjiw die Fastenzeit im fünften Jahr der russischen Großinvasion erlebt. 

Aus Sorge um den Zustand der Demokratie und der Bürgerrechte in den USA hat eine Gruppe orthodoxer Christen einen offenen Brief verfasst. Darin rufen sie die Orthodoxe Kirche und politische Entscheidungsträger auf, sich gegen Gewalt und für die Menschenwürde einzusetzen. 

Nach langer, schwerer Krankheit ist Katholikos-Patriarch Ilia von Georgien verstorben. Während seiner langen Amtszeit, die in der Sowjetunion begann, entwickelte er sich zu einer Autorität des öffentlichen Lebens, deren Erbe die Zukunft seiner Kirche weiter prägen wird. 

Patriarch Filaret von der Ukrainischen Orthodoxen Kirche – Kyjiwer Patriarchat ist in hohem Alter gestorben. Er war eine prägende religiöse Persönlichkeit mit unbestrittenen Verdiensten, aber auch vielen Ambivalenzen. 

DOSSIER

Gesammelte NÖK-Meldungen über die Situation und das Handeln der Kirchen im dritten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

pdfDer Krieg gegen die Ukraine und die Kirchen - 3. Kriegsjahr

Die Situation und das Handeln der Kirchen im zweiten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

pdfDer Krieg gegen die Ukraine und die Kirchen - 2. Kriegsjahr

PUBLIKATIONEN

Coverbild: RGOW 3-4/2026: Resilienz und Wandel. Historische Perspektiven auf die Ukraine

Nach über vier Jahren Angriffskrieg leisten die Ukrainer – zwar zunehmend ermüdet und erschöpft, aber weiterhin hartnäckig – Widerstand. Nicht nur die militärischen Fähigkeiten der Ukraine, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft haben viele externe Beobachter überrascht. Trotz der ständigen Luftangriffe und der gezielten Zerstörung der kritischen Infrastruktur des Landes reformieren die Ukrainer weiterhin Institutionen, planen den Wiederaufbau und formulieren Zukunftsvisionen – nicht nach dem Krieg, sondern inmitten all des Grauens. Zum nationalen Symbol dieser Widerstandsfähigkeit ist die Sonnenblume geworden. 

Diese RGOW-Ausgabe, die in Kooperation mit der Initiative Ukrainian Research in Switzerland (URIS) an der Universität Basel entstanden ist, nimmt politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen in der Ukraine seit dem späten 19. Jahrhundert in den Blick und untersucht, wie diese die heutigen ukrainischen Reaktionen auf die russische Aggression prägen.

HINWEISE

Zur Rolle der Kirchen in Europa in Zeiten der Polarisierung

14. April 2026
19:00 - 20:30 Uhr
Online via Zoom

Anmeldefrist: 13. April 2026, 12:00 Uhr

damit Europa menschlich bleibt
Osteuropa-Hilfswerk Renovabis

Mit dem Leitwort „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“ greift Renovabis in der Pfingstaktion 2026 die wachsende Polarisierung und Zerrissenheit in Europa auf – in den Partnerländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas ebenso wie in Deutschland.

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