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Slowenien: Serbischer Patriarch besucht Ljubljana

24. September 2026

Anlässlich des 90-Jahr-Jubiläums der Kirche der Hl. Kirill und Method in Ljubljana ist der serbische Patriarch Porfirije in die slowenische Hauptstadt gereist. Dort wurde er am 12. September feierlich empfangen, wobei Hunderte Gläubige und mehrere serbische Bischöfe anwesend waren. Bischof Kirilo (Bojović) von Buenos Aires und Süd- und Zentralamerika der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK), der auch Administrator der Metropolie Zagreb und Ljubljana ist, hielt zum Empfang des Patriarchen eine Rede in der Kirche der Hl. Kirill und Method. Dabei wies er darauf hin, dass dies der achte Besuch eines serbischen Patriarchen in Ljubljana sei.

In seiner Rede ging Kirilo auf die Geschichte der SOK auf dem Gebiet des heutigen Slowenien ein und berichtete, dass noch im 20. Jahrhundert ein Geistlicher für die ganze Stadt Ljubljana zuständig gewesen sei, inzwischen gibt es vier Gemeinden. Dank der günstigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen sowie der Nähe zu Serbien sei Slowenien ein attraktives Emigrationsziel und es lebten immer mehr orthodoxe Serben in Slowenien und insbesondere Ljubljana. Oft ist sei Kirche zu klein, um allen Gläubigen bei den Gottesdiensten Platz zu bieten. Deshalb bestehe schon lang die Initiative zum Bau einer neuen Kirche. In diesem Zusammenhang dankte Bischof Kirilo auch der römisch-katholischen Kirche, die der SOK an vielen Orten in Slowenien Kirchen zur Verfügung stelle, oft auch kostenlos.

Bischof Kirilo schilderte zudem die vielfältigen Aktivitäten der SOK in Ljubljana. Besonders betonte er, dass die Geistlichen in den interkonfessionellen und interreligiösen Dialog mit verschiedenen Glaubensgemeinschaften involviert seien. 2025 hätten sich Vertreter der SOK auch an den Debatten um ein neues Sterbehilfegesetz beteiligt.

Am 12. September traf Patriarch Porfirije zudem den slowenischen Ministerpräsidenten Janez Janša. In dem „offenen und herzlichen Gespräch“ ging es um die Situation der SOK in Slowenien. Beide Seiten betonten, dass der Dialog zwischen staatlichen Institutionen und Glaubensgemeinschaften gestärkt werden müsse.

Die Jubiläumsfeier fand am 13. September in Anwesenheit von über 1000 Gläubigen statt. Unter den Konzelebranten des serbischen Patriarchen waren Bischof Jovan (Ćulibrk) von Pakrac und Slawonien, die Vikarbischöfe Aleksej (Bogićević) und Nikon (Cvetićanin) sowie Bischof Kirilo. Zudem waren Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften, Politiker, Personen aus dem Kulturbereich und dem öffentlichen Leben, Diplomaten sowie der Direktor der serbischen Behörde für die Zusammenarbeit mit Kirchen und Glaubensgemeinschaften anwesend.

Im Juli war Patriarch Porfirije in Slowenien wegen Mobbings gegen einen ehemaligen Priester zu einer bedingten Geldstrafe und vier Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der Hl. Synod der SOK hatte das Verfahren als „kafkaesk“ bezeichnet und von einer Schmutzkampagne gegen die SOK und den Patriarchen gesprochen. (NÖK)