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ZOiS Spotlight on Ukraine 26: Umfragen zur Ukrainischen Orthodoxen Kirche und zu politischen Präferenzen

26. August 2026

Olena Bohdan

Während über die Zukunft der Ukrainischen Orthodoxen Kirche vor Gericht entschieden wird, zeigen viele Ukrainer*innen Wissenslücken über die Kirche. Dennoch befürworten sie religiösen Pluralismus – eine Grundlage für europäische Integration.

Am 3. September 2025 eröffnete ein Gericht in der Ukraine ein Verfahren auf Antrag der zentralen staatlichen Behörde für religiöse Angelegenheiten. Die Behörde strebte die Auflösung der Rechtspersönlichkeit der Kyjiwer Metropolie der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK) an und forderte, dass deren Eigentum, Gelder und sonstige Vermögenswerte – mit Ausnahme von für den Gottesdienst bestimmten Liegenschaften – auf den Staat übertragen werden. Die Behörde behauptet, die Kyjiwer Metropolie der UOK unterstehe der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK); eine solche Zugehörigkeit ist jedoch durch ein Gesetz aus dem Jahr 2024 verboten, das als Reaktion auf die ideologische Unterstützung der ROK für die russische Invasion der Ukraine erlassen wurde. Die UOK betont, sie sei eine selbstverwaltete Kirche, die zum Widerstand gegen die russische Aggression beitrage. Fast ein Jahr später ist das Verfahren noch immer nicht abgeschlossen.

Obwohl die UOK Gegenstand wichtiger politischer Entscheidungen und intensiver rechtlicher Schritte ist, herrscht unter den Ukrainer*innen ein bemerkenswerter Mangel an grundlegendem Wissen über die Kirche. In einer ukraineweiten Umfrage, die von Mai bis Juni 2026 vom Kyjiwer Internationalen Institut für Soziologie (KIIS) im Rahmen einer ZOiS-Studie durchgeführt wurde, wurden die Befragten gebeten, Aussagen über die UOK als richtig oder falsch einzustufen.[1] Die Ergebnisse offenbarten erhebliche Wissenslücken der Ukrainer*innen.

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