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Tschechien: Neue Datenbank zu Schriften von Reformator Jan Hus

16. Juli 2026

Forscher der Masaryk-Universität in Brno haben in einer neuen Datenbank erstmals alle Schriften des böhmischen Reformators Jan Hus systematisch erfasst. Das Online-Angebot "MIHOO" bündelt Informationen zu rund 500 lateinischen und tschechischen Manuskripten, historischen Drucken sowie weiteren Quellen. Laut Radio Prag haben die Wissenschaftler damit eine über ein Jahrhundert andauernde Forschungsarbeit vollendet. Die Plattform richtet sich insbesondere an Wissenschaftler, aber auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Jan Hus, um 1370 im tschechischen Husinec geboren, wirkte als Rektor der Universität und als Prediger in Prag und setzte sich für Reformen in der Kirche ein. Im Sommer 1415 sollte er vor dem Konstanzer Konzil seine Lehren zurücknehmen, was er verweigerte. Er wurde als Ketzer zum Tod verurteilt und am 6. Juli 1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)