Ukraine: Pawlo Schwarz als Bischof der DELKU eingeführt

Pfarrer Pawlo Schwarz, der seit Oktober 2018 als Bischöflicher Visitator der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine (DELKU) amtiert, wurde am 26. Oktober 2019 von der Synode zum Bischof der DELKU gewählt und am 30. November in der Kirche der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Kiew als Bischof eingesetzt. Die Einsegnung erfolgte durch Alexander Scheiermann, den Vorsitzenden des Bischöflichen Rates des Bundes der Evangelisch-Lutherischen Kirchen und den Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Ural, Sibirien und Ferner Osten. Ihm assistierten Jerzcy Samiec, Bischof der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in der Republik Polen, Markus Schoch, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien, Péter Kondor, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn, Alfred Eichholz, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kirgistan, und Ján Hroboň, Bischof des Westlichen Bezirks der Evangelischen Kirche Augsburger Bekenntnisses in der Slowakei. Weitere Vertreter aus Nachbarstaaten der Ukraine, des Lutherischen Weltbundes, kirchlicher Organisationen und verschiedener Partner nahmen am Gottesdienst teil und signalisierten mit ihrer Anwesenheit ihre Unterstützung für den Neuanfang in der DELKU.

In einem Brief betonten die Bischöfe und die kirchlichen Repräsentanten, dass sie Pawlo Schwarz als „einzigen rechtmäßigen Bischof der DELKU anerkennen“. Sie baten, dies auch von allen staatlichen Stellen in der Ukraine anzuerkennen und entsprechend „sämtliche staatliche Registereintragungen einer zügigen rechtsstaatlichen Prüfung zu unterziehen“. Die Arbeit der DELKU wird dadurch erschwert, dass ihr abgewählter Bischof Serge Maschewski, der die DELKU 2013-18 in eine existenzielle Krise führte, weiterhin vom Staat anerkannt ist. Er residiert im Kirchenzentrum in Odessa und kann über das Vermögen der DELKU verfügen. (Quelle: www.gustav-adolf-werk.de, 5. Dezember 2019)

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