Österreich: Neue Pro Oriente-Kommission legt Schwerpunkte fest

Die von „Pro Oriente“ einberufene „Catholic-Orthodox Study Group“ hat am 14. November ihre konstituierende Sitzung im Wiener Kardinal-König-Haus abgeschlossen. Sechs orthodoxe und sechs katholische Theologinnen und Theologen aus acht verschiedenen Ländern hatten im Rahmen dieser Sitzung seit dem 12. November über zukünftige Perspektiven für den orthodox-katholischen Dialog beraten. Im Hintergrund stand die Frage, welche Schwerpunkte die Stiftung „Pro Oriente“ künftig in ihrem Engagement für diesen Dialog setzen will. Die von Kardinal Franz König im Jahr 1964 gegründete Stiftung engagiert sich seit Jahrzehnten durch verschiedene Projekte und Initiativen für eine Annäherung von orthodoxen und katholischen Christen. Im Zentrum der Gespräche standen u.a. aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im ökumenischen Dialog. Mehrere Teilnehmende betonten, dass in Zeiten wachsender Spannungen zwischen den Kirchen die von „Pro Oriente“ entwickelten Formate des inoffiziellen Dialogs an Bedeutung gewinnen werden.

Vor diesem Hintergrund sammelte die Gruppe mögliche Themenschwerpunkte, tauschte sich über Zukunftsvisionen aus und entwickelte konzeptuelle Ansätze für künftige Projekte von „Pro Oriente“ im Bereich des orthodox-katholischen Dialogs. Die Teilnehmenden stimmten überein, dass die gemeinsame „Aufarbeitung der historischen Wunden und einander zugefügten Verletzungen“ sowie die Vernetzung verschiedener Dialogebenen in diesem Kontext von zentraler Bedeutung sind. Darüber hinaus sei eine stärkere Vermittlung der bisher erreichten Dialogergebnisse in die kirchliche und gesellschaftliche Öffentlichkeit hinein zu leisten. Die Gruppe vereinbarte, künftig als „Pro Oriente Steering Committee for Orthodox-Catholic Dialogue“ („Pro Oriente“-Kommission für orthodox-katholischen Dialog) regelmäßig zusammenzukommen, um die Aktivitäten in den einzelnen Themengebieten aufeinander abzustimmen und weiterzuentwickeln. (Quelle: www.pro-oriente.at, 14. November 2018)

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