Russland: Datenbank für beschädigte und zerstörte Kirchen geplant

Am 13. September ist in Moskau feierlich ein Projekt zur digitalen Erfassung von beschädigten und zerstörten Kirchen und Klöstern lanciert worden. Es geht auf einen entsprechenden Entscheid des Obersten Kirchenrats der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK) vom 17. April 2019 zurück und wird vom Kulturministerium unterstützt. Die Initiative zum Projekt kam vom Lehrstuhl für Kirchliche Architektur des Moskauer Architekturinstituts.

Im Rahmen des Projekts sollen beschädigte Kirchen und Klöster gescannt werden, um ihren Zustand zu erfassen. Zugleich wird ein digitales Register erstellt, das möglichst umfassend Objekte des kulturellen Erbes der ROK beinhalten soll. Dieses soll als grundlegendes Informationsinstrument für Architekturdenkmäler und Denkmalkunst sowie die kirchliche Architektur der ROK dienen. Die komplette Erfassung von Kirchenbauten und -kunst sowie die Bewertung ihres Zustands soll zur Bewahrung der spirituellen Güter für kommende Generationen beitragen.

Geleitet wird das Projekt vom Expertenrat für kirchliche Kunst, Architektur und Restauration der ROK, unterstützt vom Kulturministerium und dem Moskauer Architekturinstitut. Die Finanzierung soll über einen wohltätigen Fonds laufen, der Beiträge vom Kulturministerium sowie Spenden von Unternehmen und Privatpersonen erhalten soll. Zudem sollen Beiträge aus den Werbebudgets von Organisationen eingeworben werden, die sich für die Bewahrung spiritueller und kultureller Güter in Russland einsetzen. (NÖK)

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