Russland: Patriarch Kirill lobt russische Olympioniken für ihr Verhalten

Der russische Patriarch Kirill hat den russischen Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmern an der Zeremonie zu deren Rückkehr aus Tokio zu ihren „ausgezeichneten Resultaten“ gratuliert. An der Feier am 9. August erklärte er, sie hätten Russland an diesen internationalen Wettkämpfen „würdig vertreten“. Mit ihrem Auftreten hätten sie der ganzen Welt bewiesen, dass „im Kern des russischen Sports vor allem das Bestreben liegt, in einem ehrlichen Kampf maximale Resultate zu erreichen“.

Aufgrund systematischen Dopings wurde Russland von zahlreichen internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen, so auch von den Olympischen Spielen in Tokio. Allerdings dürfen unbelastete Athletinnen und Athleten mit einem „neutralen“ Status antreten, dabei sind die russische Fahne und Hymne verboten und an ihren Sportkleidern, die zwar in den Landesfarben gehalten sind, fehlt der Name des Staates. In Russland werden ihre Resultat trotzdem als russische Erfolge gefeiert.

Der Patriarch bedauerte in seiner Rede, dass Sport „nicht immer von der Politik getrennt ist“, das sei an den olympischen Wettkämpfen zu sehen gewesen. Aber keine „politischen Hindernisse“ hätten die Resultate mindern können, die „für Profis und alle ehrlichen Leute offensichtlich sind“. Weiter lobte er die Sportler dafür, dass sie sich gegenüber allen ihren Gegnern respektvoll verhalten hätten. Damit hätten sie „brüderliche Gefühle für die Athleten aus den Ländern gezeigt, in denen Völker mit den gleichen Wurzeln und dem gleichen Glauben leben“, und das „ungeachtet aller äußeren, oft künstlichen Trennungen“. Als Patriarch der ganzen Rus‘ habe er auch mit den Sportlerinnen und Sportlern aus der Ukraine, aus Belarus, Kasachstan, Moldau und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken mitgefiebert. (NÖK)

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