Ungarn: Coronavirus wirkt sich auch auf Kirche in Ungarn aus

Auch in Ungarn hat der Kampf gegen das Coronavirus deutliche Auswirkungen auf das kirchliche Leben. Die Regierung in Budapest verbot alle Zusammenkünfte in Innenräumen mit mehr als 100 Menschen. Die Kirchen würden nicht geschlossen, betonte die Ungarische Bischofskonferenz am 13. März in einer offiziellen Erklärung. Sie verwies u.a. auf die Möglichkeit zu kleineren Liturgien, Gottesdiensten im Freien oder die Mitfeier von Messen via TV oder Radio. Gleichzeitig rief sie die Gläubigen auf, „verantwortungsvoll und umsichtig“ zu handeln. Wer sich krank fühle, solle auf die Teilnahme an gemeinschaftlichen Veranstaltungen und Feiern verzichten, appellierten die Bischöfe.

Wie in anderen europäischen Ländern entbinden die ungarischen Bischöfe die Gläubigen angesichts der Ausnahmesituation vorläufig von der Sonntagspflicht. Ausdrücklich erinnerten sie aber an die Möglichkeit TV-Messen mitzufeiern. Mehrere katholische Radio- und TV-Sender, darunter Radio Heiliger Stephan oder Radio Maria, übertragen ohnehin regelmäßig Gottesdienste. Die Bischofskonferenz kündigte zudem an, dass auch das staatliche ungarische Fernsehen bereits ab dem 15. März regelmäßig Gottesdienste ausstrahlen würde. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

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