Slowenien: Erzbischof von Ljubljana mahnt zu gegenseitigem Respekt

Zu gegenseitigem Respekt in der Gesellschaft hat Erzbischof Stanislav Zore von Ljubljana am Festtag Maria Himmelfahrt aufgerufen. Auch die katholische Kirche sei in jüngster Zeit nicht von Anfeindungen und Versuchen verschont geblieben, „ihr alles zu nehmen, was die Kirche in dieser Welt lebendig macht“, beklagte Zore nach Angaben der Nachrichtenagentur STA bei einem Gottesdienst vor der Maria-Hilf-Basilika in Sloweniens bedeutendstem Wallfahrtsort Brezje. Der Erzbischof von Ljubljana rief die Gläubigen dabei auch dazu auf, sich impfen zu lassen. Das nationale Gesundheitsinstitut hatte dazu eine eigene mobile Impfstelle bei der Basilika eingerichtet.

„Wie sehr brauchen wir derzeit in unserer Nation Offenheit, Akzeptanz und großen gegenseitigen Respekt“, mahnte Zore und nahm insbesondere jene in die Pflicht, „die für unsere gemeinsamen Angelegenheiten am stärksten verantwortlich sind“. Ziel jeder Gemeinschaft müsse sein, Unterschiede nicht als Bedrohung zu betrachten, sondern sich durch Dialog zu ergänzen. Zum religiösen Kern des Feiertags Mariä Himmelfahrt hob der Erzbischof die Bedeutung des christlichen Glaubens an das ewige Leben hervor. „Ohne diesen Glauben wäre dieser Feiertag hohl. Er wäre ein Trugbild, eine Illusion.“

Die Slowenen müssten lernen, was es bedeute, angesichts der Epidemie ihre Kräfte zu bündeln, sagte der Erzbischof von Maribor, Alojzij Cvikl, zu Maria Himmelfahrt im Wallfahrtsort Ptujska Gora im Nordosten des Landes. Es gebe immer eine Wahl zwischen Zusammenarbeit und dem Vorrang der eigenen Interessen, wobei letzteres zu Rivalität und Ausgrenzung führe, fügte er laut STA hinzu. In Bezug auf die Corona-Impfung sagte Cvikl, dass er anfangs selbst Vorbehalte gehabt, später aber erkannt habe, dass der Schutz der öffentlichen Gesundheit die beste Methode sei, um Nächstenliebe zu zeigen. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

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