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Ukraine: Militärseelsorge soll weiterentwickelt werden

02. Juli 2025

Vertreter des Ukrainischen Rates der Kirchen und Religionsgemeinschaften und der stellv. Verteidigungsminister der Ukraine, Generalleutnant Jevhen Mojsjuk, haben über eine Weiterentwicklung der Militärseelsorge in den ukrainischen Streitkräften gesprochen. Bei dem Treffen am 19. Juni ging es auch um Fragen der Umsetzung des Regierungsbeschlusses Nr. 76 „Zur Mobilmachungsübung und Mobilmachung bezüglich der Reservierung von Wehrpflichtigen für die Zeit der Mobilmachung und für Kriegszeiten“, bei denen es um Probleme bei dem neuen Mobilisierungsgesetz und die Möglichkeiten der Verschiebung der Einberufung wehrpflichtiger Männer geht.

An dem Treffen mit mehreren Vertretern des Verteidigungsministeriums nahmen u.a. der Ratsvorsitzende und Vorsteher der Ukrainischen Evangelischen Baptistenunion, Bischof Valerij Antonjuk, das Oberhaupt der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, Svjatoslav Schevtschuk, der Leiter der Synodalabteilung für Militärseelsorge der Orthodoxen Kirche der Ukraine, Metropolit Ioan (Jaremenko), sowie Vertreter der römisch-katholischen Kirche, der Ukrainischen Pfingstkirche, der Ukrainischen Evangelischen Kirche, der Ukrainischen Diözese der Armenischen Apostolischen Kirche, der Großmufti (RAMU) der Krim und weiterer Religionsgemeinschaften teil.

Präsident Volodymyr Zelenskyj hatte das Gesetz „Über den Militärseelsorgedienst“ 2021 unterzeichnet, das die rechtlichen und organisatorischen Grundsätze des Militärseelsorgedienstes festlegt. Militärgeistliche müssen ukrainische Staatsbürger sein, zu einer religiösen Organisation gehören, die in der Ukraine registriert ist, und sie müssen ein Mandat der betreffenden religiösen Organisation zur Militärseelsorge erhalten haben. Die Herangehensweise ist multireligiös und auch Frauen sind zum Dienst zugelassen.

Ende Juni fand auf dem Truppenübungsplatz der US-Streitkräfte im bayerischen Grafenwöhr zudem eine Fortbildung von ukrainischen Militärseelsorgern mit Militärseelsorgern aus NATO-Staaten statt.

Regula M. Zwahlen