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Ukraine: Ukrainisches Kirchenoberhaupt: "Würde ist wertvoller als Medaillen"

26. Februar 2026

Der ukrainische Skeleton-Fahrer Vladislav Heraskevytsch wurde von den Olympischen Spielen ausgeschlossen, weil er nicht bereit war, auf seinen Helm zu verzichten, der die Gesichter zahlreicher im Krieg getöteter ukrainischer Athletinnen und Athleten zeigt. Der Ausschluss durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte zu einer heftigen Debatte und viel Kritik am IOC geführt. Rückendeckung bekam der Sportler auch von Metropolit Epifanij (Dumenko), Oberhaupt der Orthodoxen Kirche der Ukraine. Laut dem Kirchenoberhaupt gibt es Dinge, die wichtiger und wertvoller sind als Medaillen: „Es gibt Würde, es gibt Mut, es gibt Widerstandskraft und es gibt Respekt. Es gibt Erinnerung, die nicht verboten werden darf.“

Die Wahrheit werde sich letztlich immer gegen Gleichgültigkeit, Unmoral oder Verbrechen durchsetzen, so der Metropolit. Er wolle Heraskevytsch für seinen Mut, seine Prinzipientreue und seinen Glauben an die Wahrheit danken, so Epifanij auf X. Das Beispiel des Athleten habe ihn sehr berührt. Zugleich schmerze ihn besonders, dass es auf der Weltbühne immer noch viele gibt, die den Schutz vor dem Aggressor und das Gedenken an die Kriegsopfer als „Politik“ abtun würden, „kriegsmüde“ seien, vom Krieg scheinbar immer noch nicht betroffen seien oder schlicht „Angst haben, hineingezogen zu werden“.

Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj hatte den Sportler am Rande der jüngsten Münchener Sicherheitskonferenz bereits mit dem ukrainischen Orden der Freiheit ausgezeichnet. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)