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Ukraine: Serbischer Metropolit auf Solidaritätsbesuch bei der UOK

13. August 2026

Metropolit Grigorije (Durić) von Düsseldorf und ganz Deutschland von der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) hat Anfang August die Ukraine besucht. Zunächst reiste er nach Sumy zu Metropolit Jevlohij (Guttschenko) von der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK), um seine Unterstützung für die Geistlichen und Gläubigen der Eparchie Sumy und der ganzen Ukraine angesichts des Kriegs auszudrücken. Im Gespräch mit Jevlohij erklärte Metropolit Grigorije, dass er als Zeichen seiner Unterstützung an einer Gerichtsverhandlung im Verfahren gegen den Metropoliten habe teilnehmen wollen, die aber verschoben wurde.

Grigorije erinnerte auch an das Landeskonzil der UOK im Mai 2022, an dem eine „so mutige und entschlossene Entscheidung“ getroffen worden sei. Der gewählte Weg entspreche dem Ruf des Evangeliums, Friedensstifter zu sein. Weiter betonte er, dass die SOK die UOK als kanonische orthodoxe Kirche in der Ukraine betrachte. Er sei aus Deutschland angereist, um das schwere Schicksal der UOK zu teilen, so Metropolit Grigorije. Metropolit Jevlohij war einer der ersten hochrangigen Geistlichen, die nach dem Beginn der russischen Großinvasion den russischen Patriarchen Kirill nicht mehr in der Liturgie kommemorieren wollten. Er gehört auch zu den Unterzeichnern eines offenen Briefs von 2023 an Metropolit Onufrij, in dem Geistliche der UOK einen klareren Bruch mit der ROK gefordert hatten.

Am 7. August traf Metropolit Grigorije in Kyjiw Metropolit Onufrij (Berezovskij), das Oberhaupt der UOK. Auf Instagram bezeichnete er diesen als „heiligen Mann“, mit dem er sich während fünf Stunden im „Geist von Liebe, tiefem Verständnis und brüderlicher Nähe“ unterhalten habe. Tags zuvor hatte er die Kyjiwer Geistliche Akademie und ihren Leiter, Erzbischof Silvestr (Stojtschev) besucht.

Im Anschluss besuchte der serbische Metropolit die Lavra von Potschajiv in der Region Ternopil, eines der wichtigsten Klöster der UOK. Von dort aus rief er in einer Videobotschaft zu Frieden auf. Während seines siebentägigen Aufenthalts habe er Sirenen und Bombardierungen erlebt, und in dieser Zeit seien 30 Menschen umgekommen. Er habe mit vielen Menschen, mehrheitlich Mitgliedern der UOK, gesprochen und ihre riesige Trauer über den Krieg erlebt. Allen, die etwas Positives im Krieg sehen, empfahl er, eine Nacht in der Ukraine zu verbringen. Er wünsche sich, dass alle Menschen dafür beten, dass der Krieg aufhöre, aber dass ihm auch ein „gerechter Frieden“ folge.

Der Staatsdienst für Ethnopolitik und Gewissensfreiheit (DESS) der Ukraine hat der Lavra von Potschajiv Ende Juli Anzeichen einer Verbundenheit mit einer ausländischen Religionsorganisation, deren Tätigkeit in der Ukraine verboten ist – der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK) –, vorgeworfen. Der Lavra bleiben 30 Tage, um die beanstandeten Verstöße zu beheben. (NÖK)