Nordmakedonien: Orthodoxe Kirche trauert um Opfer von Brandkatastrophe
Der Hl. Synod der Makedonischen Orthodoxen Kirche – Erzbistum Ohrid (MOK–EO) hat am 17. März ein Statement veröffentlicht, in dem er „außerordentliches Leid und Trauer über die enorme Tragödie“ – einen Brand in einem Nachtclub in Kočani – ausdrückte. In der Nacht auf den 16. März war an einem Konzert einer lokalen Hip-Hop-Gruppe im Club Puls ein Feuer ausgebrochen, bei dem 59 meist junge Menschen umkamen und über 150 teils schwer verletzt wurden. Obwohl es unmöglich sei, „menschliche Worte des Trostes zu finden“, wünschte der Hl. Synod, dass die Familien und Nahestehenden der Opfer sowie alle anderen Trost „im Glauben finden, dass die Erinnerung der Gerechten ewig ist, und dass sie für immer im ewig lebenden Gott existieren werden.“ Die Bischöfe beteten für die unschuldigen Opfer und für Trost und Kraft für die Hinterbliebenen. Für die Verletzten beteten sie für schnelle Heilung.
Einige Tage nach dem Unglück rief das Oberhaupt der MOK–EO, Erzbischof Stefan (Veljanovski) von Skopje, in einem Statement zu Gebet und Einigkeit auf. „Nationale Solidarität und Einheit“ zeigten sich am stärksten und seien am nötigsten unter solch schwierigen Umständen. Er rief alle Gläubigen und alle Bürger des Landes auf, „Frieden in uns und zwischen uns zu bewahren“ und „in Würde“ zu trauern. Zuvor hatten Tausende in Kočani protestiert, damit die Verantwortlichen für die Tragödie zur Rechenschaft gezogen werden. Sie glauben, dass der Club aufgrund von Korruption ohne angemessene Sicherheitsvorkehrungen betrieben wurde, was die Ursache für den Brand gewesen sei.
Beileidsbekundungen kamen auch aus verschiedenen anderen orthodoxen Kirchen und von katholischen Bischöfen in der Region. Auch Papst Franziskus drückte seine Anteilnahme aus. In Belgrad betete der serbische Patriarch Porfirije am 21. März für die Opfer von Kočani. Am Gottesdienst waren die Eltern von Schwerverletzten anwesend, die zur Behandlung in Belgrader Krankenhäuser sind. Gemeinsam mit diesen betete er für ihre Kinder und rief dazu auf, um Kraft für die Eltern und die Ärzte sowie die Genesung und Heimkehr der Verletzten zu beten. Im Anschluss an den Gottesdienst sprach Porfirije mit den Eltern. 30 Schwerverletzte wurden aus Kočani in medizinische Einrichtungen in Belgrad gebracht, um dort behandelt zu werden. (NÖK)