Russland: ROK zufrieden mit UN-Einschätzung zu Religionsfreiheit in Ukraine

Metropolit Ilarion (Alfejev), der Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats, hat einen Bericht des UN-Menschenrechtskomitees zur Ukraine begrüßt. Die kritische Beurteilung zur Religionsfreiheit lobte er im Namen der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK) als „sehr sachlichen Entscheid zur Situation mit der Verfolgung der Gläubigen der kanonischen Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK)“. Ilarion hofft, dass der Bericht auch im Patriarchat von Konstantinopel wahrgenommen wird. Denn dort seien „sie noch immer überzeugt, dass den Schismatikern der Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU) freiwillig Kirchengebäude übergeben werden“, und sich die Gläubigen der UOK die Geschichten von Übergriffen nur ausdenken würden.

Beim Dokument handelt es sich um die abschließenden Bemerkungen des Menschenrechtskomitees zum achten regelmäßigen Bericht über die Ukraine vom 11. November. Dabei geht es auch kurz auf die Religions- und Gewissensfreiheit ein und zeigt sich „besorgt über Berichte von Gewalt, Einschüchterung und Vandalenakten“ in Zusammenhang mit dem Übertritt von Kirchen und Gemeinden von der UOK, die dem Moskauer Patriarchat untersteht, zur 2018 neu gegründeten OKU, die von Konstantinopel die Autokephalie erhalten hat. Ebenfalls Sorgen machen dem Komitee Berichte über die Untätigkeit der Polizei in solchen Fällen und fehlende Informationen zu entsprechenden Untersuchungen von Behörden. Das Komitee fordert die Behörden deshalb auf, die „effektive Ausübung“ der Religionsfreiheit zu garantieren, unter anderem indem sie Orte der Glaubensausübung gegen Gewalt, Einschüchterung und Vandalismus schützen. Zudem sollten die Behörden sicherstellen, dass alle Fälle von Gewalt gründlich und unverzüglich untersucht und bestraft würden. (NÖK)

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