Presseerklärung des Westeuropäischen Vikariats der Ukrainischen Orthodoxen Kirche
Am 7. März 2026 wurde Bischof Veniamin (Voloshchuk), Vikarbischof der Metropolie Kyiv und Leiter des Westeuropäischen Vikariats der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK), zunächst als Beobachter in die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland aufgenommen. Damit haben die mehr als 40 Gemeinden der UOK, die es in Deutschland inzwischen gibt, nun auch eine Anbindung an die orthodoxe Kirche in Deutschland. Die Bischofskonferenz erkennt durch ihre Entscheidung die Präsenz der ukrainischen Gemeinden in Deutschland an, die sich zur UOK bekennen.
Die UOK hat sich im Mai 2022, nach der russischen Invasion in die Ukraine, von der Russischen Orthodoxen Kirche losgesagt, zu der sie bislang gehört hatte. Seither hat sie im westlichen Ausland Gemeinden zur pastoralen Versorgung der zahlreichen Geflüchteten gegründet. Die UOK hat jedoch keine westeuropäische Eparchie (Bistum) gegründet. Diese Gemeinden sind vielmehr dem Metropoliten von Kyiv unterstellt, der ihre Betreuung Bischof Veniamin anvertraut hat.
„Ich bin meinen Mitbrüdern, den anderen orthodoxen Bischöfen in Deutschland, und besonders Metropolit Augoustinos, dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, dankbar dafür, dass sie mich auf diese Art in ihren Kreis aufgenommen haben,“ sagte Bischof Veniamin in einer ersten Stellungnahme. „Wir werden uns im Rahmen der Bischofskonferenz nach unseren Möglichkeiten engagieren und freuen uns auf die Zusammenarbeit.“
Über die Bischofskonferenz ist das Vikariat auch in die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen auf Bundesebene eingebunden. Viele der Gemeinden unterhalten gute Beziehungen zu den evangelischen und katholischen Nachbargemeinden, die ihnen nicht selten Kirchengebäude für ihre Gottesdienste zur Verfügung stellen.
Das Vikariat ist in einer schwierigen Lage, da aufgrund der Kriegssituation in kurzer Zeit zahlreiche Gemeinden in Westeuropa entstanden sind, die zu betreuen und zu koordinieren sind. Die entsprechende Infrastruktur ist noch im Aufbau. Es ist geplant, eine Online-Präsenz zu starten und regelmäßig Informationen über die Aktivitäten des Vikariats zu versenden. (Kontakt: )