Slowakei: Kirche verteidigt Mediziner gegen Angriffe in CoV-Krise

Die slowakischen Bischöfe haben sich öffentlich vor Mediziner und andere Fachleute gestellt, die im Kampf gegen die Corona-Pandemie und ihre Folgen zur Zielscheibe von Angriffen werden. Derartige Bedrohungen seien „absolut untragbar“, betonte Bischofskonferenz-Generalsekretär Marián Chovanec laut dem offiziellen Kirchenportal tkkbs.sk (14. Oktober) nach der Vollversammlung der Bischöfe in Badín. Gläubige dürften diesbezüglich „in ihrer Umgebung keine Äußerungen der Feindschaft zulassen“, da dies weder dem Geist des Evangeliums noch dem Geist des Zusammenlebens in der Zivilgesellschaft entspreche, so der Bischof von Banská Bystrica.

Im Rahmen ihrer Beratungen am 11. und 12. Oktober befassten sich die Bischöfe demnach unter anderem mit der beginnenden Weltsynode der katholischen Kirche und dem Papstbesuch in der Slowakei vor einem Monat. Ausdrücklich dankten sie Staatspräsidentin Zuzana Čaputová, die dem Papst die Einladung zu der Visite unterbreitet hatte sowie allen staatlichen Vertretern, die sich der Initiative angeschlossen hatten.

Papst Franziskus hatte von 12. bis 15. September zunächst die Hauptstadt Bratislava und im Anschluss Košice, Prešov sowie den Marienwallfahrtsort Šaštín besucht. Der Papst habe während seiner Reise „viele gute Samen in unseren Boden ausgestreut“, erklärten die Bischöfe nun; man wünsche allen, „dass wir aus ihnen eine reiche Ernte für das geistliche Wohl des ganzen Landes einfahren können“.

Zum weltweiten Synodenprozess zum Thema „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission“ stellten die Bischöfe die neue Website www.synoda.sk vor. Auch die Kirche in der Slowakei werde sich „auf den Weg des synodalen Gehens machen“ und wie in anderen Weltregionen am 17. Oktober in den einzelnen Diözesen und Eparchien die erste Phase des mehrjährigen Prozesses eröffnen. Die einzelnen Diözesen bestimmten die jeweiligen Kontaktpersonen, die für die Organisation der im ersten, ortskirchlichen Teil der Weltsynode vorgesehenen Konsultationstreffen, die vor-synodale Versammlung und die Vorbereitung der diözesanen Synthese verantwortlich sein werden, die in den weltweiten Prozess eingebracht werden.

Die Vollversammlung der Bischöfe in Badín war die hundertste seit Bestehen der selbständigen Slowakischen Bischofskonferenz. Diese war vom Heiligen Stuhl offiziell am 23. März 1993 errichtet worden, nachdem die Slowakische Republik am 1. Januar desselben Jahres ihre Unabhängigkeit erlangt hatte. Die erste selbständige Sitzung hat jedoch bereits am 19. und 20. Januar 1993 stattgefunden, als die slowakischen Bischöfe noch Mitglieder der damaligen Tschechoslowakischen Bischofskonferenz waren. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

Drucken

renovabis