Slowakei: Levoča-Wallfahrt mit 400'000 Gläubigen

Zur größten Wallfahrt in der Slowakei, die alljährlich zum Fest Mariä Heimsuchung zahlreiche Gläubige auf den Marienberg bei Levoča führt, sind nach Schätzung der Wallfahrtsdirektion dieses Jahr ca. 400‘000 Gläubige zusammengekommen. Im vergangenen Jahr musste die Wallfahrt noch aufgrund der Corona-Pandemie in deutlich reduzierter Form über die Bühne gehen. Die Wallfahrt stand in diesem Jahr unter dem Motto „Liebe in der Familie als Berufung und Weg der Heiligkeit“. Beim Hauptgottesdienst am 3. Juli sagte der Erzbischof von Košice, Bernard Bober, es sei „nichts in unseren Zeiten wichtiger, notwendiger und zugleich verletzlicher als das Leben in der Familie“.

Das Programm der Wallfahrtswoche hatte am 26. Juni begonnen und war mit einem diözesanen Familientag verbunden, der an das zehnte Familienwelttreffen in Rom anknüpfte. Zugleich wurde dieses Jahr der hundertste Jahrestag der Konsekrierung der neugotischen Wallfahrtskirche auf dem Marienberg durch den Bischof von Spiš, Ján Vojtaššák, begangen. Vojtaššáks Bemühungen um die Wallfahrt werden als eines der Argumente in seinem Seligsprechungsprozess angeführt, der 1996 eingeleitet wurde.

Die Wallfahrtskirche wurde 1984 zur Basilica minor erhoben. 1995 war Papst Johannes Paul II. bei seinem zweiten Besuch der Slowakei in Levoča und mit ihm 65‘000 Wallfahrer. Levoča ist der älteste Wallfahrtsort in der Ostslowakei. Die Wurzeln der Marienverehrung reichen ins 13. Jahrhundert zurück. Zur bisher letzten Groß-Wallfahrt im Jahr 2019 waren ebenfalls 400‘000 Pilger gekommen. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

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