Slowakei: Staatliche Anerkennung von Religionsgemeinschaften erschwert

Für die Registrierung als staatlich anerkannte Kirche oder Religionsgemeinschaft sind seit dem 1. Januar 2017 in der Slowakischen Republik 50 000 statt wie bisher 20 000 Unterschriften volljähriger und dauerhaft im Land ansässiger Bürger erforderlich. Dies hat der slowakische Nationalrat am 30. November 2016 beschlossen. Auch zahlreiche Abgeordnete der Oppositionsparteien hatten für den Antrag der Slowakischen Nationalpartei (SNS) gestimmt. Begründet...

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Kroatien: Erste Tagung der katholisch-orthodoxen Dialogkommission zu Stepinac

Die Dialogkommission zwischen der Serbischen Orthodoxen Kirche und der Kroatischen Bischofskonferenz, die sich mit der Rolle des kroatischen Kardinals Alojzije Stepinac (1898–1960) vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigen soll, ist erstmals in Rom zusammengekommen (s. RGOW 9/2015, 20–23). Bei der zweitägigen Sitzung Mitte Juli standen vor allem technische Fragen wie die Festlegung der Arbeitsmethode im Mittelpunkt. Der Erzbischof von Zagreb, Josip Kardinal Bozanić, lobte die...

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Russland: Strenge Auslegung des Antiterrorgesetzes

In Vladivostok hat ein Friedensrichter angeordnet, 40 Bibeln aus dem örtlichen Büro der Heilsarmee zu vernichten. Die Bücher waren nicht entsprechend dem neuen Gesetz über missionarische Tätigkeiten, das Teil des Antiterrorgesetzes ist, mit dem Namen der Organisation versehen. Der Vertreter der Heilsarmee hatte sich vor Gericht schuldig bekannt, aber angegeben, die neue Regelung nicht gekannt zu haben. Das Gericht verurteilte am 20. Dezember 2016 die Heilsarmee zu einer Buße von...

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Ungarn: Kleinkirchen erhalten Entschädigungszahlungen

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat mehreren Kleinkirchen und Religionsgemeinschaften in Ungarn teils hohe Entschädigungszahlungen zugesprochen. Hintergrund ist ein Rechtsstreit über das 2012 in Kraft getretene ungarische Kirchengesetz, das vielen Religionsgemeinschaften den Kirchenstatus entzogen hatte (s. RGOW 9/2015, S. 7). Damit verloren die betroffenen Religionsgemeinschaften auch ihren Anspruch auf staatliche Förderung. Laut Straßburg muss Ungarn...

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Serbien: Kontroverse zwischen katholischer und orthodoxer Kirche

An Kardinal Alojzije Stepinac (1898–1960), der von 1937 bis 1960 Erzbischof von Zagreb war, scheiden sich nach wie vor die Geister (s. RGOW 9/2015, S. 20–23). So löste der katholische Erzbischof von Belgrad, Stanislav Hočevar, einen Sturm der Entrüstung im Belgrader Patriarchat aus, als er Kardinal Stepinac, der 1998 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen worden war, mit Bischof Nikolaj Velimirović, den die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) 2003 kanonisiert hatte, verglich und auf...

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