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Publikationen

RGOW 3/2022: Ukraine – ein Land im Krieg

Seit über einem Monat herrscht Krieg in Europa. Unter Bruch aller völkerrechtlichen Abkommen hat Vladimir Putin am 24. Februar einen Überfall auf die ganze Ukraine befohlen. Der russische Angriffskrieg hat die größte Fluchtbewegung in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst.

Für viele im Westen kam der russische Großangriff überraschend, doch Petro Burkovskyi und Olexiy Haran erinnern daran, dass es in der jüngeren Vergangenheit nicht an Warnzeichen gefehlt hat und sich die Ukraine bereits seit 2014 im Krieg befindet. Der Krieg in der Ukraine hat auch unmittelbare Auswirkungen auf die Nachbarländer wie die Republik Moldau. In Russland hat auch die Russische Orthodoxe Kirche zur Militarisierung der russischen Gesellschaft  beigetragen. In der Ukraine haben alle Kirchen und Religionsgemeinschaften den russischen Angriffskrieg scharf verurteilt und bemühen sich, die notleidende Bevölkerung zu unterstützen.

Polen-Analysen Nr. 291: Die Krise der katholischen Kirche

Die Polen-Analysen Nr. 291 vom 5. April beschäftigen sich mit der katholischen Kirche im Land, unter anderem der Erklärung der Bischöfe zu Geflüchteten in Polen.


Polen-Analysen Nr. 291



 

RGOW 2/2022: Neuaufstellung. Zentralasien nach dem Machtwechsel in Afghanistan

In Zentralasien werden die Karten neu gemischt. Die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan, die Unruhen in Kasachstan sowie der Regimewechsel in Kirgistan - in der Region kündigen sich innen- wie außenpolitische Neuaufstellungen an, denn auch dort versucht Russland neben China seinen Einfluss wieder zu vergrößern. Die Anfang des Jahres ausgebrochenen Massenproteste im größten zentralasiatischen Land Kasachstan haben eine Region wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt, die zumeist im Windschatten internationaler Aufmerksamkeit liegt. Die Hintergründe sind zwar noch nicht geklärt, doch zeigen die Proteste, dass die Frustration der Bevölkerung über die autoritären Regime in der Region und die grassierende Korruption wächst.


Mit dem Rückzug der USA haben sich auch die geopolitischen Gewichte in der Region verschoben: Russland und China versuchen ihren Einfluss zu vergrößern – die offene Frage ist, ob die beiden Großmächte kooperieren oder neue Konfliktlagen entstehen.

OWEP 1/2022: Serbien: Ein Land in der Sackgasse?

Serbien hat – das muss man leider gleich zu Beginn festhalten – in Deutschland einen schlechten Ruf. Anders als etwa Kroatien und Slowenien, die viele Deutsche als Reiseziele kennen, wird mit der größte Nachfolgestaat Jugoslawiens bis heute vor allem mit den Kriegen der 1990er Jahre in Verbindung gebracht; wer noch weiter in die Geschichte zurück geht, stößt unweigerlich auf das Attentat von Sarajevo 1914 und den Beginn des Ersten Weltkriegs, was wiederum Serbien angelastet wird. Auch wenn viele Fakten stimmen, sollte man sich dennoch vor einseitigen Klischees hüten. Es ist sicher angebracht, genauer hinzusehen, und das möchte das vorliegende Heft „Serbien: Ein Land in der Sackgasse?“ versuchen.




RGOW 1/2022: In Bewegung: Migration und Remigration in Europa

Zeitweilig geschlossene Grenzen, eingeschränkte Reisemöglichkeiten und eine Rezession in den Industrienationen – die Covid-19-Pandemie hat massive Auswirkungen auf die internationale Migration. Während dauerhafte Niederlassungen und die temporäre Arbeitsmigration zurückgingen, sind Gesundheits- und Pflegekräfte sowie Saisonarbeiter vor allem in der Landwirtschaft weiterhin stark nachgefragt. Die Migrationslandschaft in Europa ist in Bewegung, die Migrationsrichtungen sind vielgestaltiger geworden: Zwar dominiert zahlenmäßig weiterhin die Arbeitsmigration von Ost nach West, doch lässt sich auch eine Remigration in die ost- und südosteuropäischen Herkunftsländer beobachten – zuletzt befeuert durch den Brexit und die Pandemie. Dies nehmen wir zum Anlass, um in dieser Ausgabe nach den sich wandelnden Migrationsdynamiken sowie nach den Gründen und Formen der Arbeitsmigration in Europa zu fragen.

 

The Wheel 26-27: Sergii Bulgakov, 1871-1944

Ausgabe anlässlich des 150. Geburtstags von Sergii Bulgakov

Mit Beiträgen von
Andrej Strocaŭ, Aristotle Papanikolaou, Rowan Williams, Andrew Louth, Kateřina Kočandrle Bauer, Norman Russell, Brandon Gallaher, Antoine Arjakovsky, Regula M. Zwahlen, Robert M. Arida, Teresa Obolevitch, Inga Leonova, Bryce E. Rich

In englischer Sprache
$ 38.-


Website: Baltic Orthodoxy

Informationen und Materialien zur Orthodoxie im Baltikum
Chronologie, Biografien, Karten, Fotos, Archivdokumente, Links

Leitung:
Dr James M. White (University of Tartu/Ural Federal University)
Professor Irina Paert (University of Tartu)

balticorthodoxy.com

RGOW 12/2021: Aufbruch ins Ungewisse - 30 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion

30 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion blicken wir zurück auf die "wilden" 1990er Jahre in Russland. In allen Lebensbereichen kam es damals zu Aufbrüchen ins Ungewisse: Politisch zerfiel das Sowjetimperium in 15 Nachfolgestaaten, wirtschaftlich kam es mit dem Übergang zur Marktwirtschaft zu enormen sozialen Verwerfungen, während sich gesellschaftlich völlig neue Freiräume für Kunst und Kultur eröffneten. Die Beiträge thematisieren die Offenheit des historischen Augenblicks, die sowjetischen Hinterlassenschaften sowie die damals erfolgten Weichenstellungen für die postsowjetische Zukunft. Zudem berichten wir über das staatliche Vorgehen gegen die älteste und bedeutendste Menschenrechtsorganisation Russlands Memorial, die sich seit 30 Jahren mit der Aufarbeitung der sowjetischen Repression beschäftigt.

 

Auftrag und Wahrheit 1/2021

Ökumenische Quartalsschrift für Predigt, Liturgie und Theologie
von Jürgen Henkel

1. Jahrgang 2021, Heft
Schiller Verlag
€ 14.-


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OWEP 4/2021: Seen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa

Seen – wohl kaum jemand hat keine Erlebnisse zu erzählen, wenn es um diese größeren oder kleineren Gewässer geht. Vom mittelgroßen Teich bis zu riesigen Wasserflächen, Seen gehören zu den prägenden Erscheinungen der Erdoberfläche. In Geschichte und Kultur vieler Völker spielen sie eine große Rolle, in die Kunst haben sie Eingang gefunden. Sie spielen vielfach eine Rolle im Wirtschaftsleben, sei es wegen ihrer Fischbestände oder wegen ihrer touristischen Nutzung. Sie sind aber auch höchst sensible ökologische Größen und in ihrer Existenz gefährdet – auch bei ihnen macht sich der Klimawandel bemerkbar. All das macht sie als Schwerpunktthema für OWEP interessant.

 

 

Rezension: Global Eastern Orthodoxy

Giuseppe Giordan, Siniša Zrinščak (eds.)
Global Eastern Orthodoxy
Politics, Religion and Human Rights
New York 2020

 

Rezension:
Anna-Lena Blaukowitsch

 

RGOW 11/2021: Religion und Politik in Südosteuropa

Bulgarien befindet sich seit dem Sommer 2020 in einer politischen Dauerkrise, die durch die Corona-Pandemie noch verschärft wird. Der ehemalige Ministerpräsident Bojko Borisov versuchte dabei, die Bulgarische Orthodoxe Kirche für seinen Wahlkampf einzuspannen. In Montenegro setzt Präsident Milo Đukanović zum eigenen Machterhalt zunehmend auf einen Konfrontationskurs gegenüber der Serbischen Orthodoxen Kirche. Vergewaltigungsvorwürfe gegen einen renommierten  Regisseur haben 2021 auch in Serbien eine #MeToo-Bewegung ausgelöst. Weitere Beiträge zu Religion und Politik in Südosteuropa behandeln den Islam bei den Albanern in Nodmakedonien, die Rolle der orthodoxen Kirche im griechischen Unabhängigkeitskrieg 1821 sowie den Bau der ersten offiziellen Moschee in Athen.

Zudem berichten wir über die aktuelle Lage der Christen und Kirchen in Belarus. 

 

RGOW 10/2021: Verordneter Konservatismus

Repression und Stagnation in Russland

Vladimir Putins Regime demonstriert und verspricht Stabilität durch einen autoritären Konservatismus. Doch die Berichte über die zahlreichen Wahlmanipulationen, die der Regierungspartei Einiges Russland bei den Dumawahlen Mitte September einmal mehr eine komfortable Mehrheit beschert haben, lassen eher auf Nervosität schließen. Wirtschaftlich äußert sich die Stabilität jedoch vielmehr als Stagnation, da der Kreml das nicht nachhaltige System zugunsten des Reichtums der Führungsschicht nicht zu reformieren beabsichtigt. Verändert haben sich hingegen Teile der russischen Diaspora, die sich vermehrt politisch interessieren und die Opposition unterstützen.

 

 

Caucasus Analytical Digest No 123: Georgia's Political Crisis

Actors and Instruments of Polarization

Polarization is a key characteristic of Georgian politics. Following the parliamentary election in October 2020, Georgia entered a deep political crisis; a blockade between the ruling Georgia Dream (GD) party and the opposition parties under the leadership of the United National Movement (UNM). This election marked a new height in the political polarization of the country. The violent events around Tbilisi Pride on 05 July 2021 simply mark the next stage in an increasing radicalization and polarization of Georgian politics and society. Key actors and instruments of this polarization are right wing groups, media and the Georgian Orthodox Church. This edition of the Caucasus Analytical Digest focuses on these three key actors, which continue to fuel polarization in Georgian politics and society.

Caucasus Analytical Digest No. 123 (September 2021) 

RGOW 9/2021: Orthodoxie und Bildung

Nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Regime sind der Religionsunterricht und die theologischen Fakultäten in den ost- und südosteuropäischen Ländern vielfach wieder in das öffentliche Bildungssystem integriert worden. In Serbien und Russland beispielsweise wurde dies von einer intensiven öffentlichen Debatte begleitet. Anders stellt sich die Situation in den westeuropäischen Ländern und den USA dar. In Deutschland ist orthodoxer Religionsunterricht mittlerweile in fünf deutschen Bundesländern Standard, doch hat er mit zahlreichen organisatorischen Herausforderungen zu kämpfen.

Anlässlich des 30. Jahrestags der Unabhängigkeit richten wir unseren Blick zudem auf die Ukraine.

 

 

OWEP 3/2021: Corona und die Folgen – Soziale Verwerfungen in Mittel- und Osteuropa

Trotz der schnellen Entwicklung von Impfstoffen fordert die Covid-19-Pandemie in vielen Ländern weiterhin Opfer, auch sind die langfristigen Folgen nicht absehbar – das betrifft nicht nur die Menschen, sondern alle wirtschaftlichen und politischen Strukturen weltweit. So wird der Kampf gegen das Virus deutlich instrumentalisiert, etwa wenn Populisten die Pandemie nutzen, um autoritäre Systeme auszubauen. Wenn die Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven der Pandemie und ihren Auswirkungen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa ein Themenheft widmet, dann handelt es sich um Streiflichter, deren Aussage ohne Weiteres auf andere Teile Europas oder der Welt übertragen werden kann.

 


 

Ostkirchliche Studien Band 69

Der Band 69 (2020) der Zeitschrift Ostkirchliche Studien ist erschienen.

Er enthält Artikel, Tagungsunterlagen und Buchbesprechungen.

 

Link zum Inhaltsverzeichnis

 

 


 

RGOW 7–8/2021: Grenzregionen im östlichen Europa

Begegnungs-, Transfer- und Konfliktzonen

Polesien, Transkarpatien, Sandžak oder Dobrudscha – wissen Sie, wofür diese Bezeichnungen stehen, oder sind es böhmische Dörfer für Sie? Grenzregionen wie diese im östlichen Europa stehen selten im Fokus des internationalen Interesses, weswegen wir in dieser Sommer-Doppelnummer den Blick auf elf eher unbekannte Regionen von Karelien im Norden bis Thrakien im Süden richten. Manche dieser Begegnungs-, Transfer- und Konfliktzonen lagen nicht immer an der Peripherie und als grenzüberschreitende Gebiete führen sie uns vor Augen, dass Raumbegriffe dem zeitlichen Wandel unterliegen und mitnichten fixe geographische Größen sind. Das gilt auch für staatenübergreifende, supranationale Raumeinteilungen wie Ost-, Ostmittel- oder Südosteuropa, die von vielgestaltigen Beziehungen und Interaktionen geprägt wurden und werden.

Schweizerische Helsinki Vereinigung: Rundbrief Juni 2021

Schwerpunkt Russland

 

Beiträge von
Caroline von Gall und Laura Jäckel (zur neuen Verfassung), Franziska Rich (zum Agentengesetz), David Nauer (zur Medienfreiheit), Jeronim Perović (zum Dialog mit Russland), Regula Zwahlen (zur Russischen Orthodoxen Kirche)

SHV Rundbrief Juni 2021

 

 

Renovabis-Dossier: 80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion

Erinnerung, Versöhnung, Hoffnung: Stimmen aus Osteuropa und Deutschland

Am 22. Juni jährt sich zum 80. Mal der deutsche Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941. Renovabis hat Menschen aus den Gebieten zu Wort kommen lassen, die damals zur Sowjetunion gehörten oder von ihr besetzt waren. Welche Bedeutung hat der Gedenktag, welche Chancen sehen sie für Versöhnung?

 

Dossier auf der Renovabis-Website

 

RGOW 6/2021: Ungleichheit und soziale Teilhabe

Soziale Ungleichheit ist auch in Europa ein Thema. Die ungleiche Verteilung von Gütern und der ungleiche Zugang zu ihnen beschäftigen Forschung, Gesellschaft und Politik. Noch immer ist das Gefälle zwischen den alten EU-Ländern und den neuen EU- Mitgliedern im Osten Europas groß. Aber auch innerhalb der jeweiligen Staaten lässt sich soziale Ungleichheit beobachten. Dabei kommt soziale Ungleichheit nicht nur durch die Verteilung von Vermögen oder Einkommen zum Ausdruck, sondern auch im Zugang zu anderen Gütern oder Dienstleistungen wie dem Gesundheitswesen oder Bildung. In dieser Ausgabe richten wir den Blick auf Litauen, Polen, die Slowakei, Rumänien und Bulgarien.

 

 

OWEP 2/2021: Die Schöpfung im Klimawandel – Herausforderung für das 21. Jahrhundert

Der Klimawandel ist in aller Munde, wer wird das leugnen? Umstritten ist allenfalls, ob es sich dabei um ein natürliches oder ein von Menschen gemachtes Phänomen handelt. Die Zahl der Veröffentlichungen zu diesem Thema ist unübersehbar, und auch aktuell wird über das Thema trotz der Corona-Pandemie und deren Folgen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft kontrovers diskutiert.

Wenn sich die Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven diesem weiten Themenfeld annähert, kann sie natürlich nur ausgewählte Aspekte streifen. Wichtig ist der Umgang der Kirche mit Fragen von Klimawandel und Umweltschutz, der auf den ersten Blick gar nicht so selbstverständlich ist, wie man angesichts von Bildern annehmen könnte, die etwa Papst Franziskus und die Klima-Aktivistin Greta Thunberg gemeinsam zeigen. Die Umweltbewegung galt für viele Kirchenvertreter lange pauschal als „links“ und „säkular“. Umgekehrt wurde der Kirche und dem Christentum insgesamt lange der (nicht ganz unberechtigte) Vorwurf gemacht, sie stünden auf Seiten der „Bremser“ in Sachen Umweltpolitik.

RGOW 4-5/2021: Belarus: Historische und kulturelle Erkundungen

Seit Beginn der Wahlkampagne zur Präsidentschaftswahl in Belarus im vergangenen August 2020 sind zehntausende Belarusinnen und Belarusen Opfer von Gewalt und Repression geworden, weil sie an friedlichen Demonstrationen gegen die Wahlfälschungen teilgenommen haben. Präsident Lukaschenka setzt für seinen Machterhalt auf seinen Sicherheitsapparat.

In dieser Ausgabe bieten wir vertiefte Einblicke in Geschichte und Kultur des Landes an der „Grenzzone der Imperien“. Die komplexe Religionsgeschichte erklärt, weshalb Religion bei der Herausbildung einer kollektiven belarusischen Identität keine starke Rolle spielt (vgl. RGOW 12/2020). Zu dieser Identität trug eher die Geschichte der Belarusischen Sowjetrepublik im 20. Jahrhundert bei. Heute bedrohen die Repressionen das kreative belarusische Kunst-, Musik- und Literaturschaffen.

 

The Religious Factor in Conflict

Research on the Peacebuilding Potential of Religious Communities in Ukraine
PAX Report
6. April 2021

Autoren:
Denys Brylov, Tetiana Kalenychenko, Andrii Kryshta

 

Download

 

ZOiS Report 2/2021: Orthodoxy, gender, and the Istanbul Convention

Mapping the discourse in Ukraine
Regina Elsner
März 20221

In 2011, Ukraine signed the Council of Europe Convention on Preventing and Combating Violence Against Women and Domestic Violence, known as the Istanbul Convention. Since then, struggles have continued unabated over the ratification of the convention and its implementation into Ukrainian law and society. One of the main obstacles comprises religious communities and conservative groups, which strongly oppose the use of the term ‘gender’ in the text of the convention.