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OWEP 4/2019: Ukraine – Fünf Jahre nach dem Majdan

Vor gut fünf Jahren gingen Bilder von Straßenkämpfen inmitten der ukrainischen Hauptstadt Kiew um die Welt. In der so genannten „Revolution der Würde“ brach sich der Unmut gegen die russlandfreundliche Politik des damaligen Präsidenten Janukowitsch Bahn. Seither hat sich manches im Land getan, aber wirklich zur Ruhe gekommen ist es bis heute nicht. Auch wenn fünf Jahre nur einen kurzen Zeitraum in der Weltgeschichte umfassen, ist es daher sinnvoll, eine kleine Bilanz zu ziehen: Wo steht die Ukraine, wohin wird sie sich entwickeln? Antworten auf diese Fragen versucht das aktuelle Heft der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP).




RGOW 12/2019: Südkaukasus – Ukraine

In Armenien hat die "Samtene Revolution" von 2018 und in der Ukraine die "Wahlrevolution" im Frühling 2019 neue Hoffnungsträger an die Macht gebracht. Die georgische Regierung jedoch hat ihre Versprechen gegenüber den Demonstranten der Sommerproteste 2019 nicht eingehalten. Die Beiträge dieser Ausgabe berichten von den aktuellen Stimmungslagen im Südkaukasus  und fokussieren auf die Ukraine, wo Präsident Selenskyj nach einem halben Jahr an der Regierung noch immer großes Vertrauen genießt, jedoch vermehrt auf ernsthafte Widerstände stößt. Zudem beleuchten wir die Umstände der Legalisierung der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche vor 30 Jahren und die aktuelle Lage der Krimtataren. Der Fokusbeitrag richtet den Blick auf Russlands Bemühungen um ein "souveränes Internet".



RGOW 11/2019: Autoritarismus und Zivillgesellschaft in den Visegrád-Ländern

30 Jahre nach den friedlichen Revolutionen in Mittel- und Osteuropa sehen viele Menschen die demokratischen Errungenschaften in Gefahr. In der vorliegenden Ausgabe nehmen wir die sog. Visegrád-Gruppe – Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn – genauer unter die Lupe. Lange Zeit galten die Länder als Musterschüler der Transformation nach 1989, doch nun machen vor allem Polen und Ungarn mit dem autoritären Umbau ihres Staatswesens Schlagzeilen. In der Slowakei hat die Ermordung des Journalisten Ján Kuciak im vergangenen Jahr zu einem politischen Erdbeben geführt. Und auch in Tschechien regt sich Widerstand gegen die korrupten Praktiken von Ministerpräsident Andrej Babiš. So präsentiert sich Ostmitteleuropa heute als eine Region zwischen Selbstsicherheit und Verunsicherung.



RGOW 10/2019: Orthodoxie global

Die Orthodoxie ist weltweit im Wachstum begriffen. Durch Vertreibung, Verfolgung, Flucht und Arbeitsmigration sind im 20. Jahrhundert weltweit orthodoxe Gemeinschaften entstanden, die jurisdiktionell teils nebeneinander existieren oder teils neue Strukturen hervorgebracht haben. Aber auch auf die Lokalbevölkerung üben die orthodoxen Gemeinschaften in Westeuropa, den USA, Afrika, Asien und Australien eine Anziehungskraft  aus. Damit stellen sich Herausforderungen kultureller, aber auch politischer Art: Fragen der Inkulturation, des Umgangs mit lokalen Wertesystemen, der ökumenischen Kooperation und der Aufnahme von Konvertiten. Wie die Konflikte um die Exarchate in Westeuropa und Südostasien zeigen, bleibt eine der größten Herausforderungen für die Orthodoxe Kirche die Überwindung jurisdiktioneller Grenzen in der Diaspora.

Einen Sonderfokus richten wir in dieser Ausgabe auf die Moskauer Proteste anlässlich der Regionalwahlen im September 2019.

CEES Working Paper No. 2: Theopolitics on the Grand Chessboard

Ukraine between the Church Canons and the Canons of War
Alexander Ponomariov

University of Zurich
September 2019


CEES Working Paper No. 2 als PDF


Unorthodox Appeal: Russian Priests Defend Moscow Protesters

Artikel von Ksenia Luchenko
24. September 2019
Carnegie Moscow Center

Englisch und Russisch
auf carnegie.ru


Buch: Orthodoxe Kirche in der Ukraine - wohin?

Dokumente zur Debatte um die Autokephalie
von Barbara Hallensleben (Hg.)


Studia Oecumenica Friburgensia 92
Aschendorff Verlag
Münster 2019


Buch bestellen

RGOW 9/2019: 1989 - Orte des Wandels

30 Jahre sind seit den friedlichen Revolutionen von 1989 vergangen, als überall in Europa Menschen für die Freiheit auf die Straßen gingen und zum Zusammenbruch der sozialistischen Regimes beitrugen. Einige Orte dieses Wandels – wie der Runde Tisch in Polen, der Kongress der Volksdeputierten in Moskau, die Erste Ökumenische Versammlung in Basel, das Paneuropäische Picknick in Ungarn, der Baltische Weg, der Wenzelsplatz in Prag und der Ausbruch der Revolution in Timişoara – stehen im Zentrum dieser Ausgabe. Inzwischen ist die Begeisterung einer verbreiteten Ernüchterung über das Erreichte oder eben Nicht-Erreichte gewichen, vielmehr lassen sich 30 Jahre nach dem stürmischen Wendejahr neue Krisen und Herausforderungen beobachten. Der abschließende Beitrag plädiert daher für eine Stärkung der sozialen Grundlagen der Demokratie, um den Aufstieg populistischer politischer Kräfte zu bremsen.


OWEP 3/2019: 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs

Im November 2019 jährt sich die Öffnung der Berliner Mauer, wohl das markanteste Ereignis im wahrlich schicksalhaften Jahr 1989, zum dreißigsten Mal. Damit ist seither mehr als eine Generation vergangen, eigentlich kein langer Zeitraum, aber doch auch wieder lang genug, um im Gedächtnis Europas allmählich zu verblassen. Es ist müßig daran zu erinnern, was seither alles geschehen ist – man denke nur an den 11. September 2001 und dessen Folgen weltweit, aber auch an die vielen Krisen, die Europa als Ganzes, also nicht nur die Europäische Union, erfasst haben. Die weitere politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents ist, man kann es wohl so vorsichtig umschreiben, von Unsicherheit und Zukunftsängsten geprägt. Welche Rolle spielen angesichts dieses Befundes die Ereignisse des Jahres 1989 und die vorhergehenden Prozesse, die den Wandel und die (nicht überall) friedlichen Revolutionen überhaupt erst möglich gemacht haben, für die Gegenwart?


ZOiS Report 2/2019: Friedensstifter oder Konfliktträger?

Der Krieg in der Ukraine als sozialethische Herausforderung für die orthodoxen Kirchen
von Regina Elsner

Dieser Report analysiert die Position und Rolle der orthodoxen Kirchen in der Ukraine angesichts des Krieges zwischen Russland und der Ukraine. Die Kirchen haben einerseits aufgrund ihrer theologischen Grundlagen ein hohes friedensstiftendes Potential, andererseits verschärfen historische und politische Umstände die Konflikte zwischen ihnen.

August 2019

ZOiS Report 2/2019